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Cham wird vier Wochen zur offenen Bewegungsarena
Melanie Schönknecht. Foto: zvg
Am 14. Juni stimmen wir über die Initiative «Keine 10-Millionen- Schweiz» ab. Auf den ersten Blick mag sie wie ein Schutz wirken, doch in Wahrheit ist sie ein gefährliches Experiment. Eine Annahme würde die Personenfreizügigkeit mit der EU infrage stellen und die bilateralen Verträge gefährden, die unseren Wohlstand sichern. Arbeitsplätze gingen verloren, Unternehmen wanderten ab, und die Schweiz isolierte sich von ihren Partnern. Ich erlebe täglich, wie dringend unsere Krankenhäuser, Pflegeheime, Bauunternehmen, Gastronomie und IT-Firmen auf qualifizierte Mitarbeitende angewiesen sind. Ohne diese Menschen würde unsere Wirtschaft leiden und unsere Gesellschaft würde spürbar schwächer werden. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist ein Zuwanderungsstopp unverantwortlich und kontraproduktiv. Die starre Obergrenze von zehn Millionen Menschen bis 2050 ist unrealistisch. Sie hemmt die soziale und wirtschaftliche Entwicklung und gefährdet Löhne sowie soziale Sicherungen, die hart erkämpft wurden. Statt Isolation brauchen wir eine Politik, die Verantwortung übernimmt, Kooperation fördert und Integration unterstützt. Ich befürworte eine Schweiz, die offen, solidarisch und vorausschauend handelt. Am 14. Juni geht es darum, Arbeitsplätze, Wohlstand und den sozialen Zusammenhalt unseres Landes zu sichern. Deshalb sage ich Nein zu «Keine 10-Millionen- Schweiz».
Melanie Schönknecht SP Cham
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