Holzhäusern
Bohrkopf «Simone» startet inden Untergrund
Dem Kanton Zug bietet sich durch den finanziell stabilen Kurs ein ungetrübter Blick in die Zukunft
Der Kanton Zug blickt auf ein finanziell äusserst erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Mit einem Überschuss von 429,4 Millionen Franken übertrifft die Jahresrechnung die Erwartungen deutlich und schafft Spielraum für Investitionen, Standortförderung und zukünftige Herausforderungen.
Die Jahresrechnung 2025 des Kantons Zug zeigt ein sehr positives Ergebnis: Bei einem Gesamtaufwand von rund 2 Milliarden Franken und einem Gesamtertrag von etwa 2,4 Milliarden Franken resultiert ein Ertragsüberschuss von 429,4 Millionen Franken. Gegenüber dem Budget entspricht dies einem Plus von 198 Millionen Franken. Damit festigt der Kanton seine finanzielle Stärke und kann wichtige Projekte sowie gezielte Massnahmen zur Standortförderung weiter vorantreiben.
Der Aufwand fiel tiefer aus als geplant. Insgesamt wurden rund 41,1 Millionen Franken beziehungsweise 2 Prozent weniger ausgegeben als budgetiert. Hauptgründe dafür sind geringere Ausgaben beim Transfer aufwand und bei den Abschreibungen. Auch beim Personal sowie beim Sach- und Betriebsaufwand lagen die Kosten unter den Erwartungen. Finanzdirektor Heinz Tännler betont: «Dies belegt die hohe finanzielle Disziplin der kantonalen Verwaltung sowie den gezielten und bedarfsgerechten Einsatz der Mittel.» Auf der Einnahmenseite sorgten insbesondere höhere Steuer einnahmen für das starke Ergebnis.Der Gesamtertrag übertraf das Budget um 157 Millionen Franken beziehungsweise 7 Prozent. Allein der Fiskaler trag lag rund 128 Millionen Franken über den Erwartungen. Besonders deutlich stiegen die Einnah men bei den natürlichen Personen, die das Budget um über 100 Millionen Franken übertrafen. «Dies erklärt sich durch eingegangene und veranlagte Steuerdeklarationen für frühere Jahre. Auch führten einige neu zugezogene steuerstarke Personen und erfreuliche Entwicklungen bei bereits Ansässigen zu nicht vorhersehbaren Mehrerträgen», erklärt Heinz Tännler. Auch bei den juristischen Personen wurden höhere Einnahmen erzielt. Diese lagen rund 25 Millionen Franken über dem Budget, was unter anderem auf Umstrukturierungen einzelner Unternehmensgruppen zurückzuführen ist. «Insgesamt verdeutlicht das Ergebnis, dass der Wirtschaftsstandort Zug widerstandsfähig ist und die Rahmenbedingungen weiterhin wettbewerbsfähig bleiben», führt Heinz Tännler aus.
Ein Teil der Mittel floss gezielt in die Stärkung des Wirtschaftsstandorts. Für entsprechende Massnahmen wurden 10,9 Millionen Franken eingesetzt. Zudem verfügt der Kanton dank eines neuen Gesetzes über zusätzliche Möglichkeiten, um jährlich bis zu 150 Millionen Franken aus OECD-Mindeststeuer-Mehreinnah-men in Innovation und Nachhaltigkeit zu investieren. «Wir setzen Standortmassnahmen so ein, dass sie die wirtschaftliche Stärke und die Zukunftsfähigkeit des Kantons unterstützen», ergänzt der Finanzdirektor. Auch die Investitionstätigkeit blieb auf hohem Niveau. Insgesamt wurden 204,7 Millionen Franken investiert, etwas weniger als budgetiert. Wichtige Projekte kamen planmässig voran, darunter der Tunnel Städtlerwald im Rahmen der Umfahrung Cham–Hünenberg, dessen Eröffnung im Sommer 2027 vorgesehen ist. Zudem wurden Bauprojekte für den öffentlichen Verkehr, den Rettungsdienst sowie Bildungsinfrastrukturen umgesetzt oder gestartet. Bemerkenswert ist die hohe Selbstfinanzierungskraft: Mit 511,4 Millionen Franken konnten sämtliche Nettoinvestitionen aus eigenen Mitteln gedeckt werden. Der Selbstfinanzierungsgrad liegt bei 249,9 Prozent. Dadurch bleibt der Kanton schuldenfrei in seiner Investitionstätigkeit und sichert langfristig eine nachhaltige Infrastrukturpolitik. Auch die Bilanz präsentiert sich solide. Das Eigenkapital beläuft sich auf 3 Milliarden Franken und unterstreicht die finanzielle Robustheit des Kantons. Gleichzeitig stieg das Finanzvermögen auf 3,4 Milliarden Franken. Diese stabile Ausgangslage ermöglicht es, auch künftig Investitionen zuverlässig zu finanzieren und flexibel auf neue Herausforderungen zu reagieren.
Uwe Guntern
Lade Fotos..