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Noé Roth beisst nach dem Gewinn der Silbermedaille im Einzel auf das Edelmetall – ein Moment der Freude in Livigno. Foto: Swiss Olympic/Manuel Haslebacher
Mit zwei Silbermedaillen kehrt der Baarer Aerials-Spezialist Noé Roth von den Olympischen Spielen in Livigno zurück. Für den 25-jährigen aus dem Kanton Zug sind es die bislang erfolgreichsten Olympischen Spiele seiner Karriere.
Die Olympischen Spiele in Livigno werden für Noé Roth in besonderer Erinnerung bleiben. Der Freestyle-Skier aus Baar gewann gleich zweimal Silber und sorgte damit für einen der grössten sportlichen Erfolge eines Zuger Athleten an diesen Spielen. Im Einzelwettkampf begann der Weg aufs Podest mit einem Zittern. Als Zwölfter qualifizierte sich Roth hauchdünn für den Finaldurchgang. Lange war unklar, ob es reichen würde. Doch im entscheidenden Moment zeigte er seine Klasse, brachte seinen Sprung sauber zur Landung und sicherte sich die Silbermedaille. Nur wenige Tage später folgte der nächste Höhepunkt: Auch im Mixed-Team-Wettkampf sprang die Schweiz auf Rang zwei. Gemeinsam mit seinen Teamkolleginnen und Teamkollegen durfte Roth erneut aufs Podest steigen. Zwei Wettbewerbe, zwei Medaillen – ein eindrücklicher Beweis für seine Konstanz auf höchstem Niveau.
Die Bilder aus Livigno sprechen für sich: Roth, der lachend auf seine Silbermedaille beisst. Roth, der mit seinen Eltern im Zielraum feiert. Roth, eingebettet im Team, das den gemeinsamen Erfolg geniesst. Gerade die familiäre Komponente ist dabei besonders: Seine Mutter war selbst erfolgreiche Freestyle-Skierin, sein Vater ist Trainer – Olympia ist für die Familie Roth mehr als nur ein Wettkampf. Für eine Randsportart wie Aerials bedeuten die Olympischen Spiele die grösstmögliche Bühne. Entsprechend gross war die Aufmerksamkeit – und entsprechend beeindruckend der Auftritt des Baarers. Die Zuger Woche durfte mit Noé Roth über seine Eindrücke in Livigno,den besonderen Reiz von Olympia und seine Ziele für die kommenden Jahre sprechen.
Wie haben Sie die Atmosphäre in Livigno bei den Olympischen Spielen erlebt?
Die Atmosphäre im Dorf in Livigno war super und cool. Es gab unterschiedliche Sportlerinnen und Sportler zu treffen von den verschiedenen Sportarten, welche in Livigno ihre Wettkämpfe austrugen. Im Vergleich mit den Olympischen Spielen vor vier Jahren in Peking 2022 war die Atmosphäre sicherlich ganz anders.
Nach drei Olympischen Spielen – was macht für Sie persönlich den Reiz von Olympia aus, und wie unterscheidet sich dieses Erlebnis von den vorherigen Spielen oder anderen Wettkämpfen?
Es ist sicher für jedes Kind ein grosser Traum einmal bei Olympia mit dabei sein zu können und dann natürlich auch Medaillen machen zu können. So war es sicherlich für mich. Zudem bieten die Olympischen Spiele für eine Randsportart wie wir sie ausüben eine der grössten Bühnen und wir möchten natürlich jedes Mal diese Chance nutzen und das beste zeigen, das in uns steckt.
Haben Sie ein bestimmtes Ritual oder eine spezielle Herangehensweise, wenn Sie oben an der Schanze stehen und sich auf Ihren Sprung vorbereiten?
Ein spezielles oder bestimmtes Ritual vor dem Sprung habe ich nicht. Ich gehe vor dem Sprung noch zwei drei Mal denSprung in meinem Kopf durch. Zudem achte ich auf den Wind und dann geht es los.
Wie erleben Sie die Dynamik im Team, gerade nach so einem intensiven Wettbewerb – sowohl im Einzel- als auch im Mixed-Event?
Die Dynamik im Team ist mega-cool.Wirhabenalle zusammennach unserem Silber Erfolg gefeiert und dies zeigt, dass wir als Team super funktionieren. Ich finde es ist ein grossartiges Team.
Wie sehen Sie die Zukunft des Aerials-Sports – sowohl international als auch in der Schweiz?
Ich hoffe hier, dass der Aerials-Sport weiterwächst, dies national wie international. Ich finde es vor allem grossartig, dass sich in der Schweiz vermehrt Jungs und Mädchen an diesem Sport probieren und dabei Interesse dafür entwickeln. Dies zeigt mir zugleich, dass unsere Erfolge in der Vergangenheit etwas gebracht haben, und das macht mich schon stolz.
Ihre Eltern sind stark im Freestyle-Skiing verwurzelt. Wie prägt Sie das bis heute in Ihrer Karriere?
Ja, für mich ist das cool. Mein Vater ist gezwungenermassen immer mit dabei, da er Trainer ist und prägt dadurch sehr fest. Denn so erleben wir die Wettkämpfe gemeinsam. Und natürlich finde ich es ebenfalls super, wenn meine Mutter immer wieder mit dabei ist. Sie kommt sehr gerne an die Wettkämpfe und so können wir gemeinsam die Wettkämpfe geniessen.
Wenn Sie an die kommenden Jahre denken: Welche persönlichen und sportlichen Ziele haben Sie? Gibt es einen offenen Wunsch?
Bei den sportlichen Zielen will ich so weiter machen, wie ich dies bisher gemacht habe. Also die Sprünge weiterhin so zeigen wie ich das bisher gemacht habe und hoffentlich noch besser. Zudem will ich in Zukunft auf ein konstanteres Niveau kommen und die Sprünge abrufen können. Damit verbunden hoffe ich auf weitere coole Resultate und wer weiss vielleicht in ein paar Jahren noch eine Goldene Medaille an Olympischen Spielen. Für mich Persönlich möchte ich vor allem eines: gesund bleiben.
Michael Schwegler
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