Stadt Zug
Das historische Theilerhaus erstrahlt in neuem Glanz
Die Quaggamuschel gelangt vor allem über Boote, Schiffe oder Wassersportgeräte in neue Gewässer. Deshalb gilt der Verzicht auf den Wechsel zwischen verschiedenen Seen als die wichtigste Einzelmassnahme zum Schutz des Ägerisees.
Die jüngsten Wasseranalysen bringen gute Nachrichten: Im Ägerisee konnte erneut kein Befall mit der invasiven Quaggamuschel festgestellt werden. Damit bleibt eines der bedeutendsten Gewässer im Kanton weiterhin verschont von dieser gefürchteten invasiven Art, die sich in vielen anderen Schweizer Seen bereits stark ausgebreitet hat – so auch im Zugersee.
Das erfreuliche Analyseergebnis ist für die zuständigen Behörden kein Zufall, sondern ein klarer Hinweis darauf, dass die im Frühjahr 2025 intensivierten Schutz- und Präventionsmassnahmen wirksam greifen. Seit März gelten im Kanton Zug verschärfte Einwasserungsvorschriften. Diese schreiben unter anderem vor, dass Boote, bevor sie in den Ägerisee eingesetzt werden dürfen, gründlich gereinigt werden müssen. Zusätzlich wurde im April die Informationskampagne «Wasch dein Zeug!» erneut lanciert, um Nutzerinnen und Nutzer von Gewässern für die Risiken und nötigen Schutzmassnahmen zu sensibilisieren.
Dass der Ägerisee bislang von der Quaggamuschel verschont geblieben ist, führt der Kanton nicht nur auf die behördlichen Regelungen zurück, sondern auch auf die breite Unterstützung durch die Bevölkerung. «Die Resultate der jüngsten Wasseranalysen zeigen, dass sich unsere präventiven Massnahmen für den Ägerisee lohnen – auch dank der verantwortungsvollen Mitwirkung der Bevölkerung», sagt Andreas Hostettler, Zuger Landammann und Direktor des Innern. Gerade die konsequente Umsetzung der neuen Einwasserungsregeln durch Bootsbesitzerinnen und -besitzer sowie andere Nutzerinnen und Nutzer des Sees sei entscheidend für den bisherigen Erfolg gewesen. Das Beispiel Ägerisee zeigt: Wenn Politik, Verwaltung und Bevölkerung gemeinsam handeln, lassen sich selbst gegen invasive Arten wirksame Schutzmechanismen etablieren.
Die Quaggamuschel gelangt vor allem über Boote, Schiffe oder Wassersportgeräte in neue Gewässer. Deshalb gilt der Verzicht auf den Wechsel zwischen verschiedenen Seen als die wichtigste Einzelmassnahme zum Schutz des Ägerisees. Wer dennoch ein Boot oder Gerät aus einem anderen Gewässer nutzt, muss zwingend die gesetzlichen Melde-, Reinigungs- und Kontrollpflichten einhalten. Neben Wasserfahrzeugen können auch Tauchausrüstungen, Angelgeräte, Schwimmutensilien oder Baumaschinen gefährliche Organismen übertragen. Daher appelliert der Kanton an alle Nutzerinnen und Nutzer des Ägerisees, sämtliche Gegenstände, die mit anderen Gewässern in Kontakt waren, gründlich zu reinigen, bevor sie im Ägerisee eingesetzt werden.
Wichtige Infos zur laufenden Sensibilisierungskampagne sowie praktische Hinweise zur korrekten Reinigung und Einwasserung von Booten und Geräten finden Interessierte unter wasch-dein-zeug.ch. Die konkreten gesetzlichen Vorgaben insbesondere zur Einwasserungsbewilligung, sindd abrufbar unter zg.ch/ einwasserungsbewilligung. Der Kanton ruft die Bevölkerung dazu auf, sich weiterhin aktiv am Schutz des Ägerisees zu beteiligen. Jeder Beitrag zählt, um das ökologische Gleichgewicht des Sees langfristig zu erhalten und eine Ausbreitung der Quaggamuschel zu verhindern.
Uwe Guntern
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