Baar
14.11.2022

Auf Mangellage vorbereitet

«Denken, drücken, schlucken, sprechen»: Die Mitglieder des Gemeindeführungsstabes üben mit den neuen Funkgeräten für den Notfall. Bild: Franz Lustenberger

«Denken, drücken, schlucken, sprechen»: Die Mitglieder des Gemeindeführungsstabes üben mit den neuen Funkgeräten für den Notfall. Bild: Franz Lustenberger

Bei Notfällen in der Gemeinde ist der Führungsstab zuständig. Mit der befürchteten Versorgungskrise hat der neue Chef gleich eine Herausforderung zu meistern.

Von: Franz Lustenberger

Kerzen brennen in der Wohnung; kein Strom, und damit kein Licht und kein warmes Essen. Der Laptop und das TV-Gerät bleiben schwarz, das mobile Telefon kann nicht aufgeladen werden. Das ist derzeit für mehrere hunderttausend Menschen in der Ukraine ­aufgrund des Krieges immer wieder tägliche Realität. Hier in der Schweiz spricht man von einer möglichen Versorgungsmangellage im kommenden Winter. Dazu Timo Koller, Chef des gemeindlichen Führungsstabes (GFS), an der Sitzung Ende Oktober: «Die Energieversorgung kann sich verschlechtern.» Er spricht von einem «volatilen Elektrizitätsmarkt», auf den sich die ­Gemeinde vorbereiten müsse.

Es gibt in Baar vier Anlaufstellen im Ereignisfall

Sollten das Strom- und das Telefonnetz ausfallen, richtet der GFS mit Unterstützung der Feuerwehr vier Notfalltreffpunkte ein. Diese befinden sich fürs Zentrum bei der Gemeindeverwaltung, für Allenwinden beim Feuerwehrdepot Winz­rüti, für Inwil beim Schulhaus Inwil und für Blickensdorf beim Schulhaus Wiesental. Diese Notfalltreffpunkte sind im ­Ereignisfall rund um die Uhr in Betrieb. Damit der gemeindliche Führungsstab immer à jour ist, muss er auch üben. ­Anlässlich des kürzlichen Treffens im Feuerwehrdepot wurde denn auch konkret mit den neusten Funkgeräten geübt; Kanäle für den Kontakt untereinander und zu den relevanten Stellen wie Feuerwehr und Kantonspolizei sind fix eingerichtet. Diese Geräte verfügen über ein eigenes Netz; mobile Antennen sichern auch bei einem Stromausfall die Kommunikation. Bei aller Technik gilt es die Funkregeln zu beachten «denken, drücken, schlucken, sprechen». Auch weitere Aspekte wurden ­besprochen. Etwa, dass die Feuerwehr über Dieselreserven für den Betrieb von Stromgeneratoren verfügt und die Fahrzeuge nach jedem Einsatz vollgetankt bereitstehen.

Besondere Aufmerksamkeit erhält das Baarer Kantonsspital

Für den GFS steht ein Ort in der Gemeinde Baar im Fokus, nämlich das Kantonsspital, dessen Betrieb in jedem Fall gewährleistet sein muss. «Das Kantonsspital ist aus überregionaler Sicht die kritische ­Infrastruktur in unserer Gemeinde», hält Timo Koller fest. Hier habe man eine Verantwortung für den ganzen Kanton, mit dem man bei den ­Vorbereitungen eng zusammenarbeite.

Im Rahmen der Besprechung tauchen dann auch praktische Fragen auf, wie bei einer Versorgungsmangellage vorzugehen sei. Es sind vor allem ­Fragen zu einem möglichen Ausfall der Kommunikation zur Bevölkerung. Wie wird die ­Bevölkerung über die aktuelle Lage ­informiert? Nebst Plakataushängen prüft der GFS auch andere Möglichkeiten zur Information. Timo Koller appelliert in diesem Zusammenhang an die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger. Zum Schluss erinnert Gemeinderat Zari Dzaferi an das nächste Treffen des Führungsstabes: «Hoffentlich wird es wieder eine Besprechung mit Übungscharakter, und kein Ernstfall.» Und sollte dieser eintreffen, so kann sich jede Baarerin und jeder Baarer darauf vorbereiten. Die wichtigsten Infos finden sich auf einem Merkblatt der Gemeinde – von der Alarmierung bis zum Notvorrat.

Führungsstab

Seit diesem Sommer leitet Timo Koller als Nachfolger von Max Uebelhart den ­gemeindlichen Führungsstab (GFS), der zum Einsatz kommt, wenn in der Gemeinde ausserordentliche Lagen zu bewältigen sind. Zum ­Einsatz kommt die GFS etwa bei Unwetter, Erdbeben, grossen Unfällen, Pandemien oder Gefährdungen der Versorgung. Der GFS ist ­zuständig für die Notversorgung und Information der Bevölkerung sowie für den Erhalt und die Wiederherstellung von wichtigen ­öffentlichen Anlagen.

Dem GFS gehören Gemeinderat Zari Dzaferi und ­Gemeindeschreiberin ­Andrea Bertolosi an. Dazu kommen mit Christof Gerig, Andreas Steinger und Edi Zumbach Fachspezialisten aus der kommunalen Verwaltung sowie Beat Huber und Patrik Grüter vom Kommando der Feuerwehr Baar. Für die Kommunikation ist Stefan Doppmann zuständig.

Timo Koller, Leiter des ­Führungsstabs, arbeitet im Kompetenzzentrum Swissint der Schweizer Armee, das als  Kommandostelle alle ­friedensfördernden Auslandseinsätze koordiniert. Seine militärische Karriere hat Timo Koller vor allem in Spitalkompanien und -bataillons absolviert. Heute dient er als Major im Stab der ­Territorialdivision 3, welche unter anderem für die ­territorialen, militärischen Aufgaben des Kantons Zug zuständig ist. Timo Koller lebt in Baar und ist Vater von drei Kindern. fra

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