Baar
09.05.2022

Ein wichtiger Meilenstein für die WWZ

Der Spatenstich für die neue Energiezentrale Unterfeld – diese erschliesst neue Gebiete für «Circulago», das Generationenprojekt der WWZ AG.Bild: Ernst Bürge

Der Spatenstich für die neue Energiezentrale Unterfeld – diese erschliesst neue Gebiete für «Circulago», das Generationenprojekt der WWZ AG.Bild: Ernst Bürge

Mit der neuen Energie­zentrale Unterfeld können künftig die Gebiete Altgass, Unterfeld, Schleifi, Gartenstadt und Herti mit erneuerbarer Wärme- und Kälteenergie versorgt werden.

Von: Ernst Bürge

Andreas Widmer, noch amtierender CEO der WWZ AG, freute sich sehr, dass er nach drei Jahren Planung zum ­Spatenstich der neuen Grosszentrale interessierte Gäste aus Politik und Verwaltung einladen konnte. Ein Architekturwettbewerb mit der Auf­gabe, eine für die Umgebung ansprechende Gestaltung vorzusehen, erbrachte ein gutes Ergebnis. Nunmehr kann mit den Bauarbeiten gestartet werden. Zu bemerken ist, dass die Gemeindegrenzen von Zug und Baar mitten durch das ­Gebäude verlaufen und somit beide Behörden in das Bau­bewilligungsverfahren eingebunden waren.

«Circulago», das Generationenprojekt der WWZ AG, sei seit fünf Jahren goldrichtig und ­zukunftsgerecht unterwegs. Andreas Widmer sagte zudem: «Für mich ist es wichtig, dass der Baustart noch in meiner Amtszeit erfolgen kann.» Denn ab Mitte Mai übernimmt Esther Denzler als CEO die Verantwortung für das Unternehmen.

Wasser aus dem Zugersee für die Bereiche Heizung und Klima

Marcel Fähndrich, Leiter Wärme und Kälte, blickte kurz auf die Geschichte von Circulago zurück, dessen Aufgabe darin besteht, mit Wasser aus dem Zugersee die notwendigen Energien für die Bereiche Heizung und Klima in die Stadt Zug und in die Umgebung zu bringen. Seit 2015 sind die Arbeiten im Gange und bereits sind viele Liegenschaften ­angeschlossen. Mit der ersten Betriebsaufnahme im Jahre 2020 war das damalige An­gebot bereits ausverkauft. Die Energiezentrale Unterfeld wird nun das einzige oberirdische Bauwerk, denn die Zentrale Schützenmatt wurde unter der Erdoberfläche erstellt, eine weitere Zentrale liegt innerhalb des Metalli-Areals. Bis 2030 sieht Circulago eine CO2-Einsparung von 25 000 Tonnen vor. Mit der neuen Zentrale Unterfeld ist eine Kapazität für Heizen und Kühlen von 1500 Einfamilienhäusern möglich.

Warmwasserspeicher wird 18 Meter hoch

Benjamin Kälin, Projektleiter bei der WWZ AG und somit verantwortlich für dieses neue Bauwerk, stellte den Bau näher vor. Die Gebäudegrösse beträgt 30 mal 40 Meter bei einer Höhe von 12 Metern. Der Warmwasserspeicher mit 350 m3 Inhalt wird 18 und das Kamin 24 Meter hoch. Drei Wärmepumpen und die Gasanlagen erzeugen eine Leistung von 20 Megawatt. Damit kann der Wärmebedarf von 150 bis 200 Kunden und Kältebedarf von 25 bis 30 Abnehmern abgedeckt werden. Für das Gebäude werden etwa 110 Pfähle von 16 bis 26 Metern Länge in die Tiefe gebohrt, bis Ende dieses Jahres soll der Bau stehen, damit im nächsten Jahr die technischen Anlagen eingebaut werden können.

Ab Herbst 2023 sind erste Energielieferungen vorgesehen. Die Zuleitungen bis zur Bossard Arena sind bereits vorhanden, die Weiterführung erfolgt dem ehemaligen Bahndamm entlang durch ein ökologisch sehr sensibles Gebiet. Die neue Energiezentrale wird zudem auf dem Dach eine ­zusätzliche Fotovoltaikanlage erhalten.

Die WWZ AG übernimmt die kompletten Baukosten

Die Baukosten für die Zentrale ohne Netzanschlüsse werden sich auf 30 Millionen Franken belaufen und sind komplett durch WWZ finanziert. Die Verantwortlichen des Unternehmens weisen auf die in den nächsten Jahren weiterhin notwendigen Bauarbeiten an verschiedenen Strassen hin und sind dankbar für das Verständnis der Bevölkerung.