Kultur
10.01.2022

Eine kurze Pause für die Kunst

Kuratorin Sam Heller erläutert an der öffentlichen Führung die Objekte 
in der Kunstkabine. Bild: Franz Lustenberger

Kuratorin Sam Heller erläutert an der öffentlichen Führung die Objekte

Seit knapp einem Jahr steht die Kunstkabine mit Bildern und Objekten beim Bahnhof, ein kleines Museum auf Zeit. In einem Monat wechselt die Aus­­stellung wieder.

Von: Franz Lustenberger

Hektisch eilen die Menschen die Treppe zum Bahnhofplatz hinauf, auf dem Weg nach Hause. Ortsunkundige werfen hie und da einen Blick auf den grossen Ortsplan, der die Rückseite der ehemaligen Te­lefonkabine bedeckt. Spannend ist die Vorderseite – hier haben die Dienststelle Kultur der Einwohnergemeinde Baar zusammen mit dem Verein Kunstpause das Projekt Kunstkabine entwickelt. «Was ist Kunst für Dich» – mit dieser Fragestellung hat Sam Heller, Kuratorin der Kunstpause, am Sonntag die Teilnehmenden der öffentlichen Führung konfrontiert.

Die Antworten fallen unterschiedlich aus. In einem Punkt sind sich die Teilnehmenden einig: «Kunst muss die Betrachtenden berühren.» Sei es das auf einer Waage liegende Lächeln von Barb Wagner, das Schutzgeistchen von Brigitte Möckli, der Stein im Brett von Sergio Fabris oder das Wundertruckli von Maria Greco.

Kunst soll nicht nur hinter Museumsmauern stattfinden

Diente die Telefonkabine früher dem fernmündlichen Dialog, sollen nun die Betrachtenden der Ausstellung mit­einander ins Gespräch kommen. «Das Museum kommt zu den Leuten», bilanzierte ein auswärtiger Teilnehmer der Führung, und das sei gut so. Kunst liege im Auge des Betrachters. Es ist auch das Ziel der ­Kuratorin, Berührungsängste gegenüber der Kunst abzubauen. ­Daher seien auch viele Schulklassen mit einem Besuch der Kabine einbezogen worden.

Derzeit ist die zweite Ausstellung in der Telefonkabine zu sehen; und dies noch bis Mitte Februar. «Dann widmen wir uns der Fasnacht», sagen Sam Heller und Laura Hürlimann vom Verein Kunstpause. Dies aus Anlass des 75-jährigen Bestehens der Fasnachtsgesellschaft Baar. Was genau zu sehen sein wird, ist noch offen. Sicher ist bereits, dass die Verantwortlichen die daran anschliessende vierte Ausstellung gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen gestalten wollen. Nach dem Start im März 2021 ist man nun in der Halbzeit angekommen. «Das Projekt ist vorerst auf zwei Jahre angelegt», erklärt Laura Hürlimann. Das Pop-up-Museum in der Telefonkabine mit seinen Objekten funktioniert wie ein Setzkasten, der durchaus eine kleine Pause wert ist.

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