Baar
22.11.2021

«Der Kanton hat gemacht, was geht»

Das Verkehrsaufkommen in Allenwinden wird sich ab 2022 vorübergehend rund vervierfachen. Bild: Zuger Zeitung

Das Verkehrsaufkommen in Allenwinden wird sich ab 2022 vorübergehend rund vervierfachen. Bild: Zuger Zeitung

Die Alternative – die Grünen Baar haben Fragen zur Verkehrsbelastung in Allenwinden gestellt. Bald fahren rund 8000 Fahrzeuge pro Tag durchs Dorf.

Von: Claudia Schneider

Die Vorarbeiten sind längst im Gang, die Hauptarbeiten zwischen Nidfuren und Schmittli finden von Januar 2022 bis Sommer 2023 bei Vollsperrung statt. Dank Widerstand in Allenwinden wird die Umleitung während der Bauzeit auf zwei Routen aufgeteilt: Der Verkehr vom Ägerital nach Baar führt über Edlibach. Von Baar nach Ägeri gelangt man durch Allenwinden, was 6000 Fahrzeugen mehr pro Tag als aktuell entspricht.

Sicherheit bleibe auch bei 8000 Fahrzeugen gewährleistet

Die Alternative – die Grünen Baar (ALG) haben sich mit einer Interpellation im Juni 2021 nach dem Stand der ­Dinge erkundigt. An der ­Gemeindeversammlung vom 9. Dezember wird die Antwort des Gemeinderats zur Kenntnisnahme vorgelegt. Wobei die Antworten teilweise vom Kanton kommen, weil dieser für das Projekt verantwortlich ist. Das kantonale Tiefbauamt schreibt, dass die ­Sicherheit auch bei einer durchschnittlichen Verkehrsstärke von 8000 Fahrzeugen gewährleistet sei. Das Amt verweist auf die umfassende Sanierung der Strasse im Vorfeld und diverse Massnahmen zu Verbesserung der Sicherheit des Langsamverkehrs. Weiterer Handlungsbedarf sei nicht gegeben.

Zusatzbus, um privaten Verkehr zu reduzieren, ist keine Option

Der Vorschlag der ALG, während der Bauzeit einen Gratisbus ab Baar nach Allenwinden und ins Ägerital einzuführen, wird abschlägig beantwortet: «Ein Gratisbus würde das ­Angebot im öffentlichen Verkehr direkt konkurrenzieren und ist somit wenig sinnvoll», schreibt der Gemeinderat in der Vorlage zur Versammlung.

Zu den Verkehrsströmen während der Bauzeit liegen bisher nur Schätzungen vor, grob rechne man mit einer Zunahme des Schwerverkehrsanteils um 6 bis 8 Prozent. Der Baustellenverkehr wird nicht durch Allenwinden geführt.

Sepp Grob (die Mitte), der sich stark für eine Lösung ­engagiert hatte, die den Verkehr auf zwei Routen lenkt, äussert sich zufrieden: «Natürlich freut sich in Allenwinden niemand über den Mehrverkehr. Doch der Kanton zeigte sich kooperativ und hat alles gemacht, was machbar ist, um die Belastung in Grenzen zu halten.»