Gemeinden
26.09.2022

Tod, Sehnsucht und lange Suche

Sepp von Rotz im Atelier. Die Engel auf dem Tisch sind Bestandteil seiner nächsten Ausstellung in Menzingen.Bild: bm

Sepp von Rotz im Atelier. Die Engel auf dem Tisch sind Bestandteil seiner nächsten Ausstellung in Menzingen.Bild: bm

Der Menzinger Sepp von Rotz blickt auf 60 Jahre kreatives Schaffen zurück. Was den 80-Jährigen umtreibt, erfährt man bei einem Besuch in seinem Atelier:

Von: Barbara Munz

Schon der Weg vom Hauseingang bis zu seinem Arbeitsbereich gleicht einer kleinen Ausstellung. Diverse Werke des Kunstschaffenden schmücken die kahlen Mauerwände und begleiten so den Besucher bis vor die Türe seines Ateliers. Unzählige Malfarben in allen Tönen, kleine und grosse ­gebrauchte Pinsel mit Farbspuren, bemalte Leinwände in diversen Grössen und reichlich anderes Künstlermaterial zeugen von vielen Jahren der Kreativität.

Seine Kunst istvom Leben inspiriert

Der in Oberwil aufgewachsene Sepp von Rotz erzählt und blickt gerne auf die vergangene Zeit zurück. Nach der Lehre zum Bauzeichner besuchte er die Kunstgewerbeschule in Luzern. Auslandaufenthalte folgten, unter anderem in ­Dänemark, Hongkong, Schweden und Norwegen. «In Dänemark habe ich meine Frau Jette kennen gelernt», berichtet der Sohn eines Schreiners. Dort habe er fünf Jahre lang ­gewohnt. «2009 verbrachte ich in Norwegen auch ein spannendes Jahr», reflektiert von Rotz und lächelt zufrieden. Mit vier anderen europäischen Künstlern habe er in Stavanger und Faro gearbeitet. «Vom ­Leben und Situationen» inspiriert wurde er zudem auch in Los Angeles, Indien und Australien. Diese Eindrücke ­wurden mit Aquarellfarben auf Papier festgehalten. 1983 ­kreierte Sepp von Rotz die ­Tivoli-Medaille Kopenhagen, Dänemark. Diese Medaille ­befindet sich in namhaften Museen der ganzen Welt. Ausserdem schmückte von Rotz im Jahr 2000 zusammen mit 15 europäischen Künstlern das Schloss Häckeberga Manor in Genarp (Schweden) aus. ­Zusätzlich entwarf er das neue Logo für das Schloss.

Aber auch in seinem Heimatland war er ein gefragter und aktiver Künstler. Neben einigen Ausstellungen in mehreren Zuger Gemeinden realisierte Sepp von Rotz auch öfters Kunst am Bau und malte Wandbilder ­zusammen mit Kindern. Oder hauchte ausgedienten Objekten neues Leben ein. «Diese alte Holzschublade stammt aus dem Abbruch des alten ­Gefängnisses in Zug 2001», ­erzählt der Künstler nachdenklich. «Während ich dort arbeitete, verspürte ich ein spezielles Gefühl. Das musste ich verarbeiten.» Er sei ein positiver Mensch, benutze fröhliche Farben. Aber: «Ich bin auch kritisch», ergänzt von Rotz. Dies spiegelt sich auch in seiner Kunst wider. Einige Bilder strotzen von bunten und kräftigen Farben. Andere wiederum zeigen eine empathische und feinfühlige Seite des Künstlers. So zum Beispiel ein Holzobjekt mit dem Titel «Hilfe» anlässlich des Kunstspektakels in Baar (2006), bei dem schwarz am meisten Raum beansprucht. Dieses weite Spektrum der ­Gestaltungsformen zeichnet von Rotz als eine bemerkenswerte Persönlichkeit aus.

Hans Potthof warein enger Freund

Eine starke Freundschaft pflegte von Rotz mit Hans Potthof. «Johnny sagte oft:» Komm zu mir hoch. Ich habe Freude, wenn du bei mir bist.» Und so verbrachten die beiden Maler viele wertvolle und kreative Stunden zusammen. Diese Verbundenheit war so gross, dass von Rotz seinen Kameraden bis zum Tod im Jahr 2003 begleitete. Anfang Juli dieses Jahres ermöglichten die Brüder Eddie und Karl Straub in der Altstadthalle von Zug eine eindrückliche Ausstellung mit 30 Werken von Sepp von Rotz. Ergänzend konnten zehn ausgewählte Bilder seines Freundes Potthof besichtigt werden. Den Kunstinteressierten wurden verschiedene Schaffensperioden gezeigt. Sepp von Rotz ­beschäftigte sich unter anderem mit dem Tod, der Sehnsucht oder auch mit der Suche nach sich selbst. Eddie Straub erzählt begeistert: «Wir wollten eine Anregung zwischen Betrachter und Kunst ­erzeugen», während er die farbenfreudigen Kunstwerke des Menzingers vor sich sieht. Eine Interaktion sei ihm sehr wichtig, betont Straub.

Nächste Ausstellungist in Menzingen

Auf die Frage, ob von Rotz sich leicht von seinen Kunstwerken trennen könne, meint er gelassen. «Ja. Das Leben geht weiter.» Und er freue sich, wenn er manchmal ein Bild von sich wieder antreffe. Ohne Kunst würde dem 80-Jährigen definitiv etwas fehlen. Wenn möglich, ist er in seinem Atelier täglich anzutreffen. Zurzeit beschäftigt sich Sepp von Rotz mit dem ­Bemalen von Engeln und Sternen, welche er Ende Oktober in Menzingen ausstellen wird.

Die Ausstellung im Rathausin Menzingen dauert vom 29. Oktober bis zum 26. November. Die Vernissagebeginnt um 16.30 Uhr.

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