Kanton
29.08.2022

So wird es dereinst im Brüggli aussehen

So wird es auf dem Areal Brüggli am Nordufer des Zugersees dereinst aussehen.Visualisierung: pd

So wird es auf dem Areal Brüggli am Nordufer des Zugersees dereinst aussehen.Visualisierung: pd

Die Ideenstudie «Pausa» beinhaltet eine Buvette, einen Sandstrand und wildes Zelten.

Von: Patrick Caplazi

Seit Jahren ist klar, dass das Naherholungsgebiet Brüggli am Nordufer des Zugersees neu gestaltet werden soll. Auf dem Areal befindet sich ein TCS-Campingplatz. Dieser muss gemäss dem Richtplan des Kantons Zug in seiner heutigen Form aufgehoben werden. Zudem werden die heutigen Parkplätze entlang des Chamer Fusswegs durch ein kleineres Parkfeld an der Chamerstrasse ersetzt und die Wege für Velos und Fuss­gänger optimiert. Ziel dieser Massnahmen ist es, die Nutzung des Brügglis vor allem für Orts­ansässige noch attraktiver zu machen. Die Korporation Zug und die Stadt Zug haben sich jetzt für ein Konzept entschieden, welches eine Aufwertung des Brügglis für die vielfältige Nutzung ermöglicht und ­zugleich den heutigen Qualitäten des Ortes Rechnung trägt. «Nach Jahrzehnten, in denen das Brüggli als Camping­platz für Auswärtige und als Parkplatz diente, wird es zurückgegeben an die ­Zugerinnen und Zuger für ­deren Freizeit und Erholung», sagt Urban Keiser, Präsident der Korporation Zug.

Der Charakter soll erhalten bleiben

Damit eröffnet sich die Chance einer Neugestaltung und Aufwertung im Interesse der Zuger Bevölkerung. Eine breit abgestützte öffentliche Mitwirkung hatte im Sommer 2021 gezeigt, dass das Brüggli bei der Bevölkerung im ­Einzugsgebiet ausserordentlich beliebt ist und nach dem Willen der heutigen Nutzerschaft in seinem besonderen Charakter erhalten bleiben soll. Als nicht-kommerzieller Freiraum, in dem unterschiedliche Interessen und Kulturen nebeneinander Platz finden. Zugleich soll das Brüggli durch einen eigenständigen gestalterischen Ausdruck zur An-gebots­vielfalt innerhalb der Zuger Badeplätze beitragen.

Zur Lösung dieser Aufgabe schrieb die Landeigentümerin Korporation Zug mit der Stadt Zug einen zweistufigen offenen Ideen- und Projektstudienauftrag aus, an dem sich Fachpersonen aus Landschaftsarchitektur und Architektur beteiligen konnten. Die Aufgabe lautete, das Brüggli weiterzuentwickeln und ­dabei den heutigen Charakter zu erhalten und zu stärken.

Die Ideenstudie ‹Pausa›machte das Rennen

In der ersten anonymen ­Stufe des Verfahrens wurden aus den 25 eingegangenen Ideenstudien fünf Teams zur Weiterbearbeitung eingeladen.

Aus der zweiten Stufe des Verfahrens ging der Vorschlag ‹Pausa› des Zürcher Teams Pilloni Landschaft, Atelier Ehren­klau Hemmerling sowie Regula Müller Boesch (Ökologie) als Sieger hervor.

Wildes Campieren soll künftig möglich sein

Der Vorschlag ‹Pausa› setzt den Wunsch der Bevölkerung um, den informell-zwanglosen, nutzungsoffenen Charakter des Brüggli zu erhalten. Das Areal wird weiterhin für ein Nebeneinander unterschiedlichster Nutzungen frei zugänglich sein – spazieren gehen, Leute treffen, ausruhen, baden, ­grillieren, spielen am sandigen Strand, aber auch für sportliche Betätigungen wie Volleyball, Surfen, Kiten oder Stand-up-Paddeln. Niederschwelliges Campieren in Form von Zelten soll weiterhin möglich sein. Das ausgewählte Konzept ordnet diese unterschiedlichen aktiven und ruheorientierten Nutzungen in sinnvoller Weise auf dem Areal an, sodass Konflikte weitgehend umgangen werden.

Als Infrastruktur für den Besuchenden werden zwei neue, gut platzierte und attraktiv ­gestaltete Holzbauten für die Bade- und Sportinfrastruktur sowie für einen Buvette-ähn­lichen Gastrobetrieb erstellt. Die Gebäude sind ressourcenschonend konzipiert. Auf den nach Süden geneigten Dächern ist eine Solarenergienutzung ­vorgesehen, während die restlichen Dachflächen und ein Teil der Fassaden begrünt sind.

Die Platzierung und Gestaltung der Gebäude und eine ­geschickte Ausgestaltung des Wegnetzes unterstreichen die offene, ungezwungene Atmosphäre des Ortes und schöne Ausblicke auf den See und das dahinterliegende Bergpanorama. Räumlich wird das Brüggli durch eine ökologisch nützliche Begrünung vom Bahndamm getrennt und mittig die grosszügige Grünfläche mit schattenspendenden Baumgruppen ergänzt. Die bestehende Vegetation bleibt weitgehend erhalten. Südlich werden zusätzlich grosskronige Bäume gepflanzt, im Norden entsteht ein Biotopwald mit einer grossen Vielfalt an einheimischen und stand­ortgerechten Pflanzen.

Die bestehenden Installationen des Künstlers Tadashi ­Kawamata in Form von Holzstegen und Sitzgelegenheiten auf dem Areal bleiben erhalten und sind im Gesamtkonzept ­integriert, vereinzelt sind ­geringfügige Verschiebungen vorgesehen.

So sieht das weitere Vorgehen aus

Das neue Konzept für die Gestaltung des Naherholungsraums Brüggli überzeugt durch eine gekonnte Verbindung von Altem und Neuem sowie einem guten Zusammenspiel von Ökologie und aktiver Nutzung. Viel zusätzlicher, unbebauter Freiraum und die Ergänzung der heutigen Infrastruktur ­erzeugen nach Ansicht der ­Beteiligten echten Mehrwert für die Nutzerinnen und ­Nutzer des Ortes.

In einem nächsten Schritt wird das siegreiche Team in Zusammenarbeit mit der ­Korporation und den zuständigen kantonalen und städtischen Behörden das Projekt überarbeiten und präzisieren. Die heutige Zonierung wird unter Berücksichtigung des vorliegenden Projektes noch vor der Ortsplanungsrevision auf die zukünftige Nutzung ­angepasst. «Mit der Weiterentwicklung des siegreichen ­Projekts ‹Pausa› wird nun die konkrete Planung angegangen», sagt Paul Knüsel, Leiter Hochbau bei der Stadt Zug.

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