Region
27.06.2022

Andreas-Klinik klar gegen Rollenteilung

Die Andreas-Klinik wehrt sich gegen die Pläne der Zuger Gesundheitsdirektion.Bild: Patrick Caplazi

Die Andreas-Klinik wehrt sich gegen die Pläne der Zuger Gesundheitsdirektion.Bild: Patrick Caplazi

Ab 2023 sollen im Kanton Zug Spitalbehandlungen neu zugeteilt werden. Dagegen gibt es in der Region Ennetsee grossen Widerstand.

Von: Patrick Caplazi

Ende Mai präsentierte die Zuger Gesundheitsdirektion ihren Entwurf für die überarbeitete Spitalliste für den Kanton Zug. Sie sieht eine neue Rollenteilung zwischen der Andreas-Klinik und dem Zuger Kantonsspital (ZGKS) vor. Das ZGKS soll neu allein für die Grundversorgung zuständig sein. Der Auftrag für das sogenannte Basispaket und mehr als ein Dutzend weitere Leistungsgruppen sollen der Andreas-Klinik entzogen werden.

Qualitätsverlust der Zuger Gesundheitsversorgung?

Die Andreas-Klinik wehrt sich gegen die geplanten Änderungen und lud am vergangenen Mittwoch zur Medienkonferenz ein. «Künftig müsste bei jeder Person, die notfallmässig die Andreas-Klinik aufsucht, zuerst abgeklärt werden, ob sie aufgrund eines fehlenden ­Leistungsauftrags ins Zuger ­Kantonsspital oder in ein ausser-kantonales Spital verlegt werden muss», sagte Jonas Zollinger, Direktor der Andreas-Klinik (Bild). Er ist überzeugt, dass dies grosse Unsicherheiten mit sich bringen würde – für Patienten wie auch für Ärzte und Rettungskräfte. Heute betreut die Notfallstation der Andreas-Klinik jährlich mehr als 5000 Patienten und ist für rund einen Drittel der Zuger Bevölkerung die am schnellsten zugängliche Spital-Notfallstation.

Ein gut funktionierendes System werde über den Haufen geworfen

Besonders betroffen wären die Ennetsee-Gemeinden, deren Angebot in der wohnort­nahen Grund- und Notfall­versorgung vermindert würde. «Für unsere Bürgerinnen und Bürger ist die Andreas-Klinik das nächst­gelegene Spital», sagte der Chamer Gemeindepräsident Georges Helfenstein (Bild) an der Medienkonferenz. «Für alle Zugerinnen und Zuger steht die Wahlfreiheit auf dem Spiel und die Gewissheit, auch im Notfall eine Ausweichmöglichkeit zu haben.» Für Helfenstein sei ein solcher Abbau deplatziert. «Die Unsicherheit würde bedeuten, dass Fachpersonal sich von der Andreas-Klinik distanziert. Ein System, das in den letzten Jahren gut funktionierte, würde einfach über den Haufen geworfen.»

«Diese Abwärtsspirale gefährdet die Versorgungssicherheit»

«Für die Andreas-Klinik als Grundversorgerin ist der Entwurf der neuen Spitalliste existenzbedrohend», sagte Zollinger. Am erwähnten Basispaket, das der Klinik entzogen werden soll, hängen viele andere Leistungsbereiche, etwa die Onkologie, die Bauchchirurgie oder die Gastroenterologie. «Ein derart eingeschränktes Angebot wird für medizinisches Fachpersonal unattraktiv. Es dürfte zur Schliessung von Praxen kommen. Die Folge wäre eine weitere Beschränkung des Leistungs­angebots», so Zollinger weiter. Diese Abwärtsspirale gefährde die Versorgungssicherheit.

Interpellation soll für Klarheit sorgen

Was die Konzentration in der Grundversorgung bringen soll, erläutere die Gesundheitsdirektion nur vage. «Es gibt keinen erkennbaren Nutzen in Bezug auf die Gesundheitskosten oder auf die Qualität der Leistungserbringung», sagte Zollinger. Jean Luc Mösch, Kantonsrat und Präsident des Gewerbe­vereins Cham (Bild), sagte an der Medienkonferenz, dass er und verschiedene Politiker aus dem Gebiet Ennetsee eine Interpellation eingereicht hätten, die verschiedene Fragen klären sollen. Man sei sich einig, dass der Entwurf einen Leistungsabbau bedeute. Dem widerspricht Gesundheitsdirektor Martin Pfister (Bild) auf Anfrage: «Die Anpassung der Spi­talliste führt keinesfalls zu einem Leistungsabbau. Die Andreas-Klinik kann die meisten Eingriffe, welche sie heute ­anbietet, weiterhin durchführen. Auch eine ambulante Notfallpraxis – im Sinne einer Permanence – ist nach wie vor möglich.» Es gehe darum, sicherzustellen, dass es in Zug ­überhaupt noch einen voll ausgerüsteten Spitalnotfall gebe.

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