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20.06.2022

Deutliches Ja zum Kauf

Stadtrat und Finanzvorsteher André Wicki freut sich zusammen mit 
Cornelia Bossard, Vertreterin der Besitzerfamilie.Bild: pd

Stadtrat und Finanzvorsteher André Wicki freut sich zusammen mit

Mit 5928 zu 600 Stimmen stimmten die Stadtzuger Stimmberechtigten dem Erwerb des Zurlaubenhofs durch die Stadt Zug zu.

Von: Patrick Caplazi

«Ich hatte es gehofft und auch vermutet, dass der Kauf des Zurlaubenhofs angenommen wird, aber so klar und deutlich, das ist fulminant! Toll, dass wir den Zurlaubenhof für die Stadtzuger Bevölkerung ­sichern konnten», freut sich Stadtrat André Wicki, Vorsteher des Finanzdepartements der Stadt Zug, am Abstimmungssonntag. Die Stimmbeteiligung lag nur bei 39,12 Prozent.

Historische Gebäude werden für die Öffentlichkeit hergerichtet

Das klare Verdikt der Stadtzuger Stimmbevölkerung bildet die Grundlage für eine künftige Entwicklung des Areals. Vorgesehen ist eine brandschutz- und sicherheitstechnische Ertüchtigung der historischen Gebäude, um diese künftig der Öffentlichkeit zugänglich machen zu ­können. Zudem wird eine Teil­sanierung einiger Wohnungen mit Erneuerung der Küchen und Bäder mit den dazugehörenden technischen Installationen erfolgen.

So geht es jetzt mit dem Zurlaubenhof weiter

Der Stadtrat hat nun die Aufgabe, zusammen mit dem Grossen Gemeinderat die zukünftige Nutzung festzulegen. Möglich ist eine moderate, teilweise Überbauung des Grundstücks auf Basis eines bereits erstellten Richtprojektes. Durch eine massvolle Bebauung könnte Wohnraum für unterschiedliche Anspruchsgruppen entstehen und der Zurlaubenhof mit seinem barocken Garten und den Kulturgütern von nationaler Bedeutung als öffentlicher Raum bestehen bleiben. Der Stadtrat will sich hier aber genügend Zeit lassen für den politischen Prozess.

Der Kaufpreis beträgt 65 Millionen Franken

Die Familie Bossard, seit 160 Jahren Eigentümerin des Zurlaubenhofs, hatte dem Stadtrat im Herbst 2020 das Angebot unterbreitet, die gesamte Liegenschaft mit einer Grundbuchfläche von 32 470 Quadratmeter einschliesslich der historischen Gebäude zu einem Preis von 65 Millionen Franken zu verkaufen.