Gemeinden
06.06.2022

Mit Gottvertrauen ins nächste Jahrzehnt

Beim Jubiläumsanlass gab es nebst dem Zuhören auch Gelegenheit, sich auszutauschen.Bild: Hansruedi Hürlimann

Beim Jubiläumsanlass gab es nebst dem Zuhören auch Gelegenheit, sich auszutauschen.Bild: Hansruedi Hürlimann

Bei der Feier zum 10-Jahr-Jubiläum des Pastoralraums Zug Walchwil liessen sich die Besucherinnen und Besucher zum Mitmachen animieren.

Von: Hansruedi Hürlimann

Unter dem Motto «Mutig in die Zukunft – gemeinsam» eröffnete der Pastoralraumpfarrer Reto Kaufmann den Jubiläumsanlass in der katholischen Pfarrkirche Walchwil. In einem kurzen Rückblick skizzierte er den Weg, den die fünf Pfarreien seit dem 6. Mai 2012 gemeinsam gehen. Dabei verhehlte er nicht, dass das gemeinsame Vorgehen am Anfang nicht immer einfach war. «Heute ist die Zusammenarbeit enger und wir suchen gemeinsam nach Lösungen», sagte Kaufmann. Und weiter: «Wir nehmen die Herausforderungen an, im Vertrauen darauf, dass durch uns alle Gottes Geist in unserer Kirche wirkt.» Dies im Bewusstsein, dass dies auch die Veränderungen in der Gesellschaft beinhalte.

Für jede Altersgruppe gibt es verschiedene Angebote

Das gelebte Christentum wurde bei den anschliessenden Aussagen der Frauen und Männer, die in den fünf katho­lischen Pfarreien tätig sind, sicht- und spürbar. So gibt es spezielle ­Angebote für die verschiedenen Altersgruppen wie zum Beispiel das gemeinsame Programm «Young District» für Jugendliche ab der 5. Klasse und das Programm «Raststätte» für junge Erwachsene. In der Altersarbeit gibt es vielfältige Angebote, darunter auch Ausflüge, denn nebst den Jungen sind auch die Senioren mobil. Erwähnenswert ist das Kafi d Bauhütte neben der Kirche St.Oswald, ein niederschwelliges Angebot für die Seelsorge.

Das Publikum wurde miteinbezogen

Um das Programm zu lockern, traten mit Rachel Röthlin und Lars Bianchi zwei Akteure mit dem Improvisations-theater «Ohne Wiederholung» auf und animierten das Publikum, bei ihren humorvollen Einlagen mitzumachen.

In der gleichen Art wurden die Besucherinnen und Besucher ermuntert, sich entlang den Wänden in einer Art Kreis aufzustellen und gemeinsam das bekannte Lied von Bruder Klaus «Mein Herr und mein Gott» anzustimmen.

Der zweite Teil der Feier fand im Gemeindesaal Walchwil statt

Nach diesem wohl einmaligen Einsatz von Kirchgängern ging es im Gemeindesaal weiter, wo ein Apéro riche serviert wurde. Moderiert von Gaby Wiss galt die Aufmerksamkeit der Anwesenden, die inzwischen mit Speis und Trank ­gestärkt waren, den Ausführungen der beiden Kirchenratspräsidenten von Walchwil und Zug sowie von Brigitte Glur-Schüpfer. Als Regionalverantwortliche des Bistums Basel dankte sie vorerst für die Einladung und äusserte sich dann über die Perspektiven der Kirche in der Zukunft.

Glur-Schüpfer forderte den Dialog von Gleichgesinnten

Ähnlich wie ihre Vorredner sprach sie «von der Kraft, den Weg gemeinsam zu gehen». Angesichts der heutigen Heraus­forderungen wie Vertrauens­verlust, Mitgliederschwund sowie personelle und finanzielle Engpässe forderte sie «einen Dialog von allen, welche die christlichen Werte vertreten».