Spezial
28.03.2022

Die Vorfreude ist jetzt schon riesengross

Jodelfreunde unter sich: Michel Schmid (Präsident Trägerverein, von links), Stephan Schleiss (OK-Präsident), Karin Niederberger (Verbandspräsidentin), Adrian Eyer (Fähnrich) und Sebi Schatt (OK-Vizepräsident).Bild: pd

Jodelfreunde unter sich: Michel Schmid (Präsident Trägerverein, von links), Stephan Schleiss (OK-Präsident), Karin Niederberger (Verbandspräsidentin), Adrian Eyer (Fähnrich) und Sebi Schatt (OK-Vizepräsident).Bild: pd

Freunde des musikalischen Brauchtums können sich schon die Hände reiben. Im nächsten Jahr steht etwas Besonderes an.

Eine eindrückliche Dele­gation bestehend aus Mitgliedern des Organisationskomitees und des Trägervereins vom Eidgenössischen Jodlerfest 2023 in Zug präsentierte sich an der Delegiertenversammlung des Eidgenössischen ­Jodlerverbandes. In der Mehrzweckhalle Ammannsmatt in Sins schafften sie es, die Anwesenden für das bevorstehende Fest in der Stadt Zug zu begeistern und die Vorfreude wachsen zu lassen.

Das Fest in Basel hatteabgesagt werden müssen

Für Jodlerinnen, Jodler, Fahnen­schwinger, Alphorn­bläserinnen, Alphornbläser und Büchelbläser ist das Eidgenössische Jodlerfest der wichtigste Anlass überhaupt. Das geplante Fest in Basel 2020 musste pandemiebedingt abgesagt werden. Deshalb freut sich die Gemeinschaft umso mehr auf die Durchführung in Zug. «Wir arbeiten intensiv. Unser Ziel ist es, nächstes Jahr allerbeste Voraussetzungen für die Wettvorträge anbieten zu können – und natürlich auch für ein gemütliches Fest», so OK-Präsident Stephan Schleiss in seiner Rede vor den rund 400 Anwesenden. «Ich kann gut nachempfinden, was die Absage für ein unglaublicher Frust für das OK in Basel und den Verband gewesen sein muss», so Schleiss weiter. Als Zeichen des Respekts für die geleistete Arbeit hatte die Zuger Vertretung Kirschtorten mitgebracht. Dies natürlich auch, um auf das bevorstehende Eidgenössische Jodlerfest 2023 in Zug «gluschtig» zu machen. Zum Abschluss sang die Zuger Delegation auf der Bühne gemeinsam mit den ­Delegierten und den Gästen im Saal in einem eindrücklichen Gesamtchor das Lied «Däheim» von Franz Stadelmann.

Ehrenmitgliedschaftfür Richard Huwiler

An der Delegierten­versammlung in Sins wurde Richard Huwiler, Mitglied des Zuger Organisationskomitees, für seine langjährigen Einsätze für den Zentralschweizerischen und den Eidgenössischen Jodlerverband geehrt und zum Ehrenmitglied ernannt. Als Gesamtobmänner für das Eidgenössische Jodlerfest in Zug wurden Bernadette Roos-Stadelmann und André von Moos für das Jodeln, Fla­vian Imlig für die Sparte Alphorn sowie Walter von Matt und ­Peter Odermatt für das Fahnen­schwingen ernannt. Zudem wurden die Gesamtchorlieder bestimmt, die gemeinsam gesungen werden. Es sind dies «Alpemorge» von Robert Fellmann und «Summerjuiz» von Emil Wallimann.

In Zug werden hoheBesucherzahlen erwartet

Das Eidgenössische Jodlerfest 2023 findet vom 16. bis 18. Juni 2023 in der Stadt Zug statt. Erwartet werden rund 500 Vereine mit insgesamt 15000 Aktiven aus den Sparten Jodeln, Fahnenschwingen und Alphornblasen. Aufgrund des grossen Zentralschweizer Einzugsgebietes mit vielen Vereinen wird mit einer Besucherzahl zwischen 100000 und 150000 gerechnet. Unter dem Motto «traditionell – überraschend – vielseitig» wird drei Tage lang musiziert, gesungen und die Fahnen geschwungen. Ab sofort können für das ­betreffende Wochenende bei Zug Tourismus Betten, Zimmer und Wohnungen reserviert werden. Die Delegierten­ver­sammlung in Sins hat entschieden, dass das übernächste Fest in 2026 nachträglich doch noch in Basel stattfinden soll.Deborah Annema

Weitere Informationen:jodlerfestzug.ch