Kanton
10.01.2022

Die Vollsperrung naht mit grossen Schritten

Der Knoten Nidfuren ist bereit für die Vollsperrung. Ab kommendem Montag wird der Verkehr hier umgeleitet.Bild: pd

Der Knoten Nidfuren ist bereit für die Vollsperrung. Ab kommendem Montag wird der Verkehr hier umgeleitet.Bild: pd

Bald geht es los. Ab kommendem Montag ist der Streckenabschnitt Nid­furen–Schmittli gesperrt. Was bedeutet das für Reisende und die Einwohner von Allenwinden?

Von: Patrick Caplazi

Die Strassensanierung zwischen den Knoten Nidfuren und Schmittli wird bekanntlich unter Vollsperrung erfolgen. Dabei wird der Verkehr ab kommendem Montag bis zirka Sommer 2023 grossräumig umgeleitet. Von Zug gelangen Verkehrsteilnehmer via Allenwinden ins Ägerital. Der Verkehr von Ägeri nach Zug wird über die Cholrainstrasse via Edlibach nach Zug geleitet. «Die Fahrzeitverluste werden gering sein», heisst es seitens des Kantons. Dies sei insbesondere für den öffentlichen Verkehr und für die Blaulichtorganisationen von grosser Bedeutung.

Die Verkehrssituation wird akribisch beobachtet

«Ich bin zuversichtlich, dass die von langer Hand geplante grossräumige Umleitung zu keinen nennenswerten Behinderungen für den Verkehr führen wird», sagt Baudirektor Florian Weber. Doch was passiert, falls es trotzdem zu Problemen kommt? «Selbstverständlich beobachten wir die Verkehrssituation akribisch und würden sofort reagieren, falls Optimierungen notwendig würden», ergänzt Weber.

Droht in Allenwinden ein Verkehrskollaps?

In den betroffenen Ortsteilen werden während der Sanierung flankierende Massnahmen umgesetzt, damit die Verkehrs­sicherheit gewährleistet und die Verkehrsbelastung gering bleibt. Nichtsdestotrotz macht sich etwa die Alternative-die Grünen Baar Sorgen, was die Verkehrsbelastung in Allenwinden betrifft. Heute fahren täglich rund 2000 Fahrzeuge durchs Dorf. Mit dem Umleitungsregime wird mit rund 8000 Fahrzeugen pro Tag gerechnet. Die Partei hatte sich mit einer Interpellation im Juni 2021 bei der Gemeinde Baar nach dem Stand der ­Dinge erkundigt. An der ­Gemeindeversammlung vom 9. Dezember beantwortete der Baarer Gemeinderat die Fragen. Wobei die Antworten teilweise vom Kanton kamen, weil dieser für das Projekt verantwortlich ist. Die kantonale Baudirektion schrieb, dass die ­Sicherheit auch bei einer durchschnittlichen Verkehrsstärke von 8000 Fahrzeugen gewährleistet sei. Das Amt verweist auf die umfassende Sanierung der Strasse durch Allenwinden im Vorfeld und ­diverse Massnahmen zu Verbesserung der Sicherheit des Langsamverkehrs. So wurde insbesondere auf die Sicherheit der Fussgänger geachtet. Bei der Ein- und Ausfahrt Winzrüti wurde eine neue Trottoir­überfahrt gebaut. Im Bereich Winzrüti wurde ein Fussgängerstreifen mit Schutzinsel realisiert. Beim Schulhaus Allenwinden befindet sich ein Fussgängerstreifen mit Schutzinsel, Schulkinder können die Strasse sicher queren, heisst es seitens der Zuger Baudirektion. Weiterer Handlungsbedarf sei nicht gegeben.

So sieht es beim öffentlichen Verkehr aus

Aufgrund der Streckensperrung verkehren alle Kurse der Buslinie 1 via Allenwinden. Von Montag bis Freitag während der Hauptverkehrszeiten erschliessen Direktkurse der Linie 1 das Gebiet V-Zug. Die Direktkurse von Zug, Bahnhofplatz nach Oberägeri, Station verkehren ab der Haltestelle Zug, V-Zug ohne Halt bis Unterägeri, Zimmel über die neue Tangente und ab Unterägeri, Seefeld direkt bis Oberägeri, Fischmatt. Die Linie 1 fährt im Viertelstundentakt von Zug ins Ägerital. Während der Hauptverkehrszeiten halten alle Kurse an allen Haltestellen. Während der Nebenverkehrszeiten verkehrt jeder zweite Bus beschleunigt, das heisst ohne Halt zwischen ­Talacher und Schmittli. Dieser beschleunigte Kurs fährt während der Streckensperrung ebenfalls über Allenwinden, die Fahrzeit verlängert sich dadurch um zwei Minuten.

Zusätzlich gibt es während der Hauptverkehrszeiten morgens und abends den Expresskurs, welcher seit dem Fahrplanwechsel über die Tangente verkehrt.