Gemeinden
22.11.2021

Die Entwicklung der Stadt Zug im Fokus

Projektleiter Harald Klein und Eliane Birchmeier, Vorsteherin des Baudepartementes, waren vom dritten Mitwirkungsverfahren überzeugt.Bild: Patrick Caplazi

Projektleiter Harald Klein und Eliane Birchmeier, Vorsteherin des Baudepartementes, waren vom dritten Mitwirkungsverfahren überzeugt.Bild: Patrick Caplazi

Die Stadt Zug, wie auch alle anderen Gemeinden im Kanton, arbeitet derzeit an der Ortsplanungs­revision. Die Bevölkerung wurde zu einem Mitwirkungsanlass eingeladen.

Von: Patrick Caplazi

Das Bundesgesetz über die Raumplanung schreibt vor, dass alle 10 bis 15 Jahre Ortsplanungen überprüft und bei Bedarf angepasst werden müssen. Die kantonale Baudirektion gibt den Zuger Gemeinden dafür Zeit bis zum Jahr 2025. Das Beispiel der Stadt Zug zeigt, wie eine solche Revision abläuft.

Mit dem Wachstum soll clever umgegangen werden

Am Samstag konnte sich die Stadtzuger Bevölkerung beim dritten Mitwirkungsverfahren einbringen. Rund 60 Personen nahmen daran teil. «Eine solche Revision teilt sich in zwei Phasen auf. Zurzeit geht es um die erste Phase: der räumlichen Entwicklungsstrategie», sagt Eliane Birchmeier. Sie ist Stadträtin und als Vorsteherin des Baudepartementes für die Ortsplanungsrevision zuständig. In der zweiten Phase geht es später um die Richt- und Nutzungsplanung. «Dabei werden basierend auf der Strategie die Richt- und Zonenpläne sowie die Bauordnung einer Gesamtprüfung unterzogen», so Birchmeier. Zug werde weiter wachsen. «Wir wollen dieses Wachstum so gestalten, damit die Stadt weiterhin optimal funktioniert.» Dabei geht es um Bereiche wie Infrastruktur, Verkehr oder Grünräume.

Lebensqualität soll auch in Zukunft erhalten bleiben

«Mit der Ortsplanungsrevision schaffen wir Voraussetzungen für die künftige Planung», ergänzt Birchmeier. Einen dringenden Handlungsbedarf gäbe es im Bereich Mobilität. «Seit der Stadttunnel abgelehnt wurde, ging in diesem Bereich nicht mehr viel.» Im Zentrum stehen Fragen zu Pendlerströmen, zur Verkehrsbewältigung im Zentrum, zur Zentrumsaufwertung oder dem Nebeneinander von Fussgängern, Velos, Autos und ÖV. Inter­essierte können sich weiterhin einbringen und bis am 15. Januar online mitwirken.

Harald Klein war bereits bei der letzten Revision Projektleiter

Projektleiter und Stadtplaner Harald Klein war bereits bei der letzten Ortsplanungsrevision als Leiter dabei. «Damals wie heute haben wir eine gute Gesprächskultur. Kompromisse standen schon beim letzten Mal im Fokus.» Die Onlinemitwirkung hat er bis jetzt positiv erlebt: «Dem Stadtrat ist es ein grosses Anliegen, dass die Strategie bei der Bevölkerung gut ankommt.»

«Ich denke, dass wir hier eine grosse Chance haben»

Unter den Teilnehmenden war Beatrix Küng. Sie wuchs in Zug auf und verfolgte schon immer die Stadtentwicklung. «Ich denke, dass wir hier eine grosse Chance haben, für die Zukunft etwas Nachhaltiges und Visionäres zu planen.» Vieles sei zurzeit im Wandel, sei es Arbeitsverhalten oder Ökologie. Othmar Stöckli aus Zug nahm ebenfalls teil. «Ich hatte so die Gelegenheit, mitzugestalten und mitzudenken und zu hören, was Vertreter der Stadt für sich Überlegungen für die Zukunft machen.»