Gemeinden
15.11.2021

Unterägeri gewährt Steuerrabatt

Kündigt eine Senkung der Steuern an für 2022: Finanzchef Josef Iten-Nussbaumer.Bild: fh

Kündigt eine Senkung der Steuern an für 2022: Finanzchef Josef Iten-Nussbaumer.Bild: fh

Der Gemeinderat Unterägeri ist in finanzieller Hinsicht zuversichtlich. Trotz erheblicher Investitionen will er einen Steuerrabatt von 3 Prozent gewähren.

Von: Florian Hofer

Im kommenden Jahr rechnet die Gemeinde mit Aufwendungen von 9,6 Millionen Franken. Der Grossteil der Investitionen geht ins Schulhaus Acher Mitte, Schulhaus Acher Nord / Ost, die Sanierung von Gemeindestrassen sowie Gewässer­verbauungen. Richtig teuer wird es aber in den darauf­folgenden Jahren. Der Finanzplan sieht bis 2026 Investitionen von 57,6 Millionen Franken vor. Darin sind Sanierungskosten für die Schulhäuser Acher Nord / Ost und Acher West, für das Gemeindehaus und das alte Dorfschulhaus enthalten. Des Weiteren beinhaltet dieser Plan auch Investitionen beim Chlösterlibach, beim Nübächli, für den Hochwasserschutz bei der Rigistrasse wie auch Kosten für den Ersatz und Sanierung des Klubhauses und des Rasenplatzes Chruzelen.

Der Personalaufwand bleibt auf dem bisherigen Niveau. Der Sachaufwand nimmt um 0,6 Millionen Franken zu. Diese Zunahme basiert auf Aus­gaben für Anschaffungen von Kommunalfahrzeugen, Projektierungskosten für künftige ­Investitionen sowie für wiederkehrende Kosten für Unterhalt und Betrieb aufgrund des Wachstums der Gemeinde. Die Einwohnergemeinde Unterägeri darf im Jahr 2022 zudem gleich zwei Jubilare feiern. Die Ludothek wird 30 Jahre und die Musikschule 50 Jahre jung.

Der erwartete massive Rückgang der Steuererträge 2021 aufgrund von Covid-19 ist nicht im vollen Umfang eingetreten. Daher darf auch für das Jahr 2022 davon ausgegangen werden, dass sich die Steuererträge ähnlich wie in den Jahren vor Corona entwickeln werden. Der Zuger Finanzausgleich sinkt im Vergleich zum Budget 2021 um 0,7 Millionen Franken.

Sehr zur Freude von Finanzchef Josef Iten-Nussbaumer: «Die positiven Jahresergebnisse der Vorjahre bieten eine günstige Ausgangslage, die Steuerbelastung zu prüfen.» Der Steuerfuss bleibt zwar bei 60 Prozent, es gibt aber einen Rabatt von 3 Prozent. Die Gemeindeversammlung am Montag, 13. Dezember, muss noch zustimmen.