13.07.2021

Mit den SBB-Plänen entstehen Chancen

Der Bahnhof Baar ist besonders betroffen. Das geplante dritte Gleis zwischen Zug und Baar bedingt ein viertes Gleis und einen weiteren Perron.

Der Bahnhof Baar ist besonders betroffen. Das geplante dritte Gleis zwischen Zug und Baar bedingt ein viertes Gleis und einen weiteren Perron.

Mit dem Ausbauschritt 2035 der SBB kommen einige Herausforderungen auf die Gemeinden zu.

Der Bund will das Schweizer Bahnnetz massiv erweitern. Zum Ausbauschritt 2035 zählen die Realisierung des Zimmerberg-Basistunnels II und der Bau eines dritten Gleises zwischen Baar und Zug. Auch Brücken – alleine in Baar gibt es 16 Bahnüber- und -unterführungen – oder Bahnhöfe werden erweitert. Diese Bauten bringen Chancen für die Gemeinden. Sie können bei der Gestaltung mitwirken und Wünsche anbringen. Gleichzeitig werden sie ihre eigenen Projekte im Zusammenhang mit den Erweiterungen der SBB umsetzen. Um die Vorhaben der Gemeinden und der SBB optimal aufeinander anzupassen, ist man im regen Austausch. Die Gemeinden können zudem von Bundessubventionen profitieren. 

Unterirdischer Busbahnhof als Variante vorgeschlagen

Gross wird die Veränderung in Baar sein. «Um die Entwicklung am Bahnhof auf die Zentrumsplanung der Gemeinde abzustimmen, hat der Gemeinderat die Funktionale Studie Verkehr Bahnhof in Auftrag gegeben», heisst es in einer Mitteilung. Zentrales Element ist der Bushof. Eine der fünf Varianten, die geprüft werden, beinhaltet einen unterirdischen Busbahnhof. Welche Variante obsiegen wird, ist derzeit offen und abhängig von zahlreichen Variablen. So müssen insbesondere für die unterirdische Variante Abklärungen mit dem Bundesamt für Verkehr, mit den SBB und dem Kanton getroffen worden. Nicht zuletzt werden auch die Kosten den Entscheid beeinflussen. «Trotz der grossen Hürden will der Gemeinderat die Machbarkeit eines unterirdischen Bushofs abklären», sagt Bauvorstand Jost Arnold. 

In Zug wird es eine neue Personenunterführung geben

Der Ausbauschritt 2035 betrifft auch die Stadt Zug. Hier gestalten die SBB beispielsweise den nördlichen Gleiskopf um. Gleichzeitig entsteht unter anderem eine neue Personenunterführung zwischen Güterbahnhof und Landi-Areal.  

Bahnhof Rotkreuz wird als Mobilitätsdrehscheibe gestärkt

In Anbetracht der zentralen Bedeutung des Bahnhofes Rotkreuz hat die Weiterentwicklung der Bahninfrastruktur für die Gemeinde Risch eine sehr hohe Priorität. Insbesondere für den Bebauungsplan Bahnhof Süd. Dieser umfasst den Perimeter Bahnhof Süd und auch das Zentrum Dorfmatt mit dem Dorfmattplatz. Dafür sollen jetzt planerische Grundlagen geschaffen werden. 
Angedacht ist etwa ein neuer, behindertengerechter Busbahnhof inklusive der An­siedlung und Neuplatzierung weiterer Mobilitätsträger im Bereich des Langsamverkehrs und des Car-Sharings. Ebenfalls soll der Bahnhof durch neue Dienstleistungsangebote attraktiver werden. Ein weiteres Augenmerk wird bei der anstehenden Ortsplanungsrevision auf die Beziehung zwischen Bahnhof Süd und Bahnhof Nord gerichtet.  

Auch in Cham sind die SBB-Pläne ein zentrales Thema

In Cham braucht es einen Umbau. «Die Gemeinde ist an der Planung eines neuen Bushofs und an der Neugestaltung des Bahnhofplatzes», sagt Marc Amgwerd, Abteilungsleiter Verkehr und Sicherheit Cham. Künftig soll auch hier behindertengerechtes Umsteigen möglich sein. Zeitlich sei man gefordert. Es gelte auch in Cham, den Austausch mit den SBB zu pflegen, um die jeweiligen Projekte aufeinander abzustimmen – insbesondere, da diese nicht zeitgleich realisiert werden. So soll der Bushof bereits 2027 fertig sein.