06.07.2021

Werde Retter – der Arbeitsunfall

Szenario Pfählungsverletzung: ein Verletzter, bei dem ein Bohrer in der linken Hand steckt.

Szenario Pfählungsverletzung: ein Verletzter, bei dem ein Bohrer in der linken Hand steckt.

Der Samariterverein Steinhausen lud alle Interessierten zu einer öffentlichen Übung ein.

Ziel des Anlasses war es, der Öffentlichkeit einen Einblick in die Übungen und Dienstleistungen des Samaritervereins Steinhausen zu geben. Dessen monatliche Anlässe dienen dazu, Nothilfe und Erste Hilfe an weitgehend realistischen Situationen zu erlernen und zu erleben, um so im Notfall reagieren zu können. 

Drei mögliche Szenarien 
an einem Arbeitsplatz geübt
Am 26. Juni war es wieder einmal so weit. In Gruppen lernten die Teilnehmenden, wie bei einem Arbeitsunfall Erste Hilfe geleistet werden soll. Dafür stand die Schreinerei Käslin zur Verfügung. Drei Szenarien wurden geübt: Erstversorgung eines Sturzpatienten, Pfählungsverletzungen versorgen und Erste Hilfe bei Augenverletzungen. 
Nach den Übungen wurden die Abläufe besprochen und wo nötig Verbesserungsvorschläge gemacht. Eine der Kursleiterinnen war Dorothea Bruder. Sie ist seit 25 Jahren Samariterin. «Meine Motivation dafür ist, anderen Menschen das Thema Erste Hilfe näher zu bringen und sie zu animieren, im Notfall zu helfen.»

Alarmierung bei einem 
Notfall kann Leben retten
Das Wichtigste und Erste bei einem Notfall ist, den Rettungsdienst zu alarmieren. Wählt man die Nummer 144, gelangt man an die Stelle Schutz- und Rettung Zürich. Die Angestellten unterstützen am Telefon und geben Ratschläge, was die Helfer machen können. Angst, etwas Falsches zu machen, muss man nicht haben. «Nichts tun, das ist falsch», sagt die Kursleiterin. Wer auf eine solche Situation besser vorbereitet sein möchte, kann einem der Zuger Samaritervereine beitreten. Es gibt aber noch weitere Gründe für einen Beitritt.

Warum soll man einem
Samariterverein beitreten?
Mitglied eines Samaritervereins zu sein, bringt den grossen Vorteil zu wissen, was bei einem medizinischen Notfall zu tun ist. «Es gibt uns die Handlungssicherheit, wie man helfen kann», sagt Christoph Schlitner, Präsident des Samaritervereins Steinhausen. Es kann auch sein, dass Menschen, die gerne Hilfe anbieten und ein hohes soziales Empfinden haben, sich dem Verein anschliessen. «Es gibt verschieden Wege, die man bei uns einschlagen kann», so Schlitner weiter. Der Jugendliche habe die Möglichkeit, sein Wissen an jüngere zu vermitteln und könne die Ausbildung zum Jugendleiter vollziehen. Der gleiche Weg sei auch bei den Erwachsenen möglich. Wohl die meisten Samariter werden im Veranstaltungssanitätsdienst gebraucht. Natürlich werden auch immer wieder Personen mit speziellen Fähigkeiten im Vorstand benötigt. 
Im Kanton Zug gibt es derzeit neun Samaritervereine. Sie sind dem Samariterverband des Kantons Zug angeschlossen. Alle Vereine heissen Neumitglieder herzlich willkommen.