09.06.2021

Vera Güntert hat ein ambitioniertes Ziel

Vera Güntert in ihrem Element. Hier ist sie beim Speedskating 1000 Meter im Einsatz.

Vera Güntert in ihrem Element. Hier ist sie beim Speedskating 1000 Meter im Einsatz.

Vier Eisschnellläuferinnen wollen für die Schweiz Geschichte schreiben. Eine davon ist Vera Güntert aus Alosen.

Patrick Caplazi

Bei den Weltmeisterschaften 2021 in Holland stand die Schweiz im Februar zum ersten Mal in der Geschichte des Eisschnelllaufs beim Teampursuit am Start. Das Team mit der Zugerin Vera Güntert, den beiden Luzernerinnen Kaitlyn McGregor und Nadja Wenger sowie der Aargauerin Ramona Härdi erzielte dabei den tollen 7. Rang. «Zusätzlich erreichte ich bei meinen ersten Weltmeisterschaften beim Massenstartrennen den hervorragenden 12. Rang», freut sich Vera Güntert. Jetzt haben sie und ihre Teamkolleginnen ein nächstes Ziel: olympische Medaillen.


Die Qualifikation für Peking steht auf dem Programm 

Um sich für die Olympischen Spiele 2022 in Peking zu qualifizieren, sind die Vorbereitungen in vollem Gange. «Wir sind seit April in unserem Sommerstützpunkt in Geisingen (D). Nebst den 25 Stunden Training pro Woche gibt es auch beim Material, der Ernährung, Krafttraining sowie im Bereich Technik und Taktik vieles zu tun», so die Athletin. Mit unzähligen Tests und Analysen wird versucht, das Team optimal aufeinander abzustimmen, um die individuellen Stärken der Athletinnen zu nutzen.

 

«Man lernt dabei so viel fürs Leben»

Vera Güntert begann bereits als Kind mit Inlineskating. Vor acht Jahren wechselte sie aufs Eis. Seitdem setzt sie, nebst einem Bachelor-of-Law-Studium an der Fernuni Schweiz, voll auf Eisschnelllauf – und das sehr erfolgreich. «Es ist eigentlich mein Job», so die 23-Jährige. Eisschnelllaufen macht ihr noch immer extrem viel Spass. «Man lernt dabei so viel fürs Leben. Teamfähigkeit, sich jeden Tag verbessern, Fortschritte sehen, seine Leistung abrufen, reisen ... All diese Sachen machen es voll cool.» Klar muss sie auf einiges verzichten. Beispielsweise kann sie ihre Eltern und Freunde nicht so oft besuchen. Ans Aufgeben dachte die Aloserin aber nie. «Ich bin noch immer voll motiviert.» Auch ihre zwei Jahre jüngere Schwester Jasmin ist im Eisschnelllaufen erfolgreich. Sie befindet sich ebenfalls im Sommerstützpunkt. So können sich die beiden gegenseitig Tipps geben und anspornen. Unterstützt werden sie von ihren Eltern. «Das war schon früher so, als sie uns ins Training fuhren und uns an Wettkämpfe begleiteten.» 
Da es sich beim Eisschnelllaufen um eine Randsportart handelt, sei es schwierig, Sponsoren zu finden. «Zudem finden die Wettkämpfe nicht so oft in der Schweiz statt. Corona machte es uns auch nicht einfacher.» Das Team rund um Güntert hat sich deshalb etwas Besonderes ausgedacht. 

 

Finanzielle Hilfe mit «I believe in you»

Die Kosten sind hoch. Nebst den Trainings, die alle im Ausland stattfinden, geht auch das Material schnell ins Geld. Deshalb ist das Schweizer Eisschnelllauf-Damenteam rund um Vera Güntert auf Unterstützung angewiesen. 
Mit «I believe in you», der weltweit führenden Crowd­fundingplattform im Sport, können die Schweizer Athletinnen unterstützt werden. Weitere Informationen dazu gibt es unter www-ibelieveinyou.ch. Bei der Suchfunktion «Eisschnelllauf» eingeben.