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Zug 94 begeisterte zuhause die Fans
Mit einem 7:2-Sieg machten die Kolinstädter ihre Niederlage der vergangenen Woche wieder wett
Die Elf von Trainer Franz Bucher rehabilitierte sich eindrücklich für die 2:5-Startniederlage gegen Red Star und schickte Frauenfeld mit einer 7:2-Packung nach Hause.
Die Hertiallmend schien aus den Fugen zu geraten, als Schiedsrichter Patrick Winter die Partie zwischen Zug 94 und Frauenfeld nach 91 Minuten und 30 Sekunden abpfiff. Die Elf von Trainer Franz Bucher, die mit 7:2 gewonnen hatte, wurde vom Publikum mit tosendem Applaus verabschiedet, derweil die Gästemannschaft das Spielfeld mit hängenden Köpfen verliess. Frauenfeld-Trainer Urs Vetsch gratulierte seinem Zuger Antipoden, drehte sich ab und sagte zu den wartenden Medienvertretern: «Unsere Leistung muss wohl kaum mehr kommentiert werden. Nach dem 1:3-Rückstand unmittelbar nach dem Seitenwechsel waren wir total überfordert. Zug 94 hat verdient gewonnen.»
Zug 94 spielte zum Tanz auf Die Thurgauer hatten tatsächlich einen rabenschwarzen Tag erwischt und waren vom Wettkampfglück sträflich im Stich gelassen worden. Nach nur zwei Spielminuten lagen sie nach einem Tor von Dragoljub Salatic bereits 0:1 im Rückstand und kassierten in der 25. Minute durch Skumbim Sulejmani das 0:2. In der 39. Minute, nach einer längeren Druckperiode, kamen die Ostschweizer durch ein Tor von Kevin Kern auf 1:2 heran. Zug 94 schien zu wanken, aber es konnte den knappen Vorsprung in die Pause retten.
Die Vorentscheidung fiel kurz nach dem Wiederbeginn (47.), als Eric Da Silva den Torhüter der Gäste umspielte und das Skore für Zug 94 auf 3:1 schraubte. Der Widerstand der nun lustlos aufspielenden Gäste war endgültig gebrochen, als Skumbim Sulejmani in der 66. Minute das 4:1 erzielte. Und als Frauenfelds Torschütze Kevin Kern drei Minuten später wegen einer Tätlichkeit den Rasen verlassen musste, spielten die Zuger zum Tanz auf. Eric Da Silva (70./84.) und Gino Ghilardi (75.) erhöhten auf 7:1, ehe Roger Etter in der 91. Minute mittels Freistoss immerhin noch den zweiten Treffer der Gäste markierte. Mehr als Resultatkosmetik wars nicht. Zug 94 hatte 7:2 gewonnen und rehabilitierte sich damit eindrücklich für die 2:5-Startniederlage gegen Red Star.
Bei aller Freude über den hochverdienten Sieg darf allerdings nicht ausser Acht gelassen werden, dass Frauenfeld kein echter Gradmesser war. Zug-94-Trainer Franz Bucher bemerkte denn auch zu Recht: «Sieben Tore müssen erst erzielt werden, aber wir haben keinen Grund, nun übermütig zu werden. Es gab in unserem Spiel viele Phasen, in denen wir grundlegende technische und taktische Fehler begingen. Gegen einen stärkeren Gegner hätte das durchaus ins Auge gehen können. Ich werde das meiner Mannschaft mitteilen und dafür sorgen, dass sie auf dem Boden der Realität bleibt.»
Die nächste Bewährungsprobe steht ihr bereits heute Abend bevor, wenn sie um 20 Uhr in Brugg zur 2. Cupvorrunde antritt. (NL)
Zug 94 – Frauenfeld 7:2 (2:1). Hertiallmend. – 180 Zuschauer. – SR: Winter. – Tore: 2. Salatic 1:0. 25. Sulejmani 2:0. 39. Kern 2:1. 47. Da Silva 3:1. 66. Sulejmani 4:1. 70. Da Silva 5:1. 75. Ghilardi 6:1. 84. Da Silva 7:1. 91. Etter 7:2. – Zug 94: Mollo; Nussbaumer, Häcki, Gagliardi, Schillig; Greiler, Waser (71. Zahnd), Salatic (72. Ghilardi), Ilic (44. Fernandez); Da Silva, Sulejmani. – Frauenfeld: Etemi; Cerrone (36. Foschini), Mioc, Schmid, Kraft; Mora (36. Agrostelli/57. Bohner), Etter, Escobar, Ehrensberger; Kern, Lapcevic. – Bemerkungen: Zug 94 ohne Priant (gesperrt), Jevremovic (Militär), Gülec und Heinzer (noch nicht spielberechtigt), Lapcevic (abwesend). Frauenfeld ohne Meier, Schlauri, Scioscia, Falotico und Zumberi (alle verletzt) und ohne Mvongo, Ponzo und Belinga (alle noch nicht spielberechtigt). Verwarnung: 88. Etter (Foul). Platzverweis: 68. Kern (rot, Tätlichkeit).
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