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Unzulänglichkeiten aufgedeckt
Zug 94 missriet der Saisonauftakt in Zürich gründlich
Die Kolinstädter verloren gegen Red Star mit 2:5-Toren, und Torhüter Patrick Priant sah nach einem Notbremsefoul im Strafraum die rote Karte. Nach ansprechenden Resultaten in den Vorbereitungsspielen und dem feinen 3:1-Sieg im Cupspiel gegen Buochs sahen die Anhänger von Zug 94 dem Saisonstart zuversichtlich entgegen. Trainer Franz Bucher dämpfte zwar die Erwartungen ein wenig und sagte: «Mit Red Star bekommen wir einen schweren Brocken vorgesetzt. Aber wir werden alles geben, um ein achtbares Resultat erzielen zu können.»
Die Zuger gaben alles Die Zuger gaben auf der Zürcher Brunau tatsächlich alles, was sie zu geben haben. Aber es reichte bei weitem nicht aus, um gegen Red Star bestehen zu können. Die Zürcher gaben von Beginn an den Ton an und gingen bereits in der 5. Spielminute durch ein Tor von Luca Dimita mit 1:0 in Führung. Das Team von Zug 94 kam überhaupt nicht ins Spiel und hatte es einzig und allein der Abschlussschwäche des Gegners zu verdanken, dass es bei Halbzeit nicht schon hoffnungslos im Hintertreffen lag. Zu diesem Zeitpunkt stand das Spiel nämlich immer noch 1:0, weil die Zürcher eine ganze Anzahl hochkarätiger Torchancen versiebt hatten. «Die knappe Führung war trügerisch», sagte Red-Star-Spielertrainer Uli Forte hinterher und ergänzte, «als Ndoy kurz nach der Pause das 2:0 erzielte, glaubte meine Mannschaft wohl, der Sieg sei ihr nicht mehr zu nehmen.»
Zug 94 drehte auf und ging ein Nach dem zweiten Gegentor drehte Zug 94 auf. Die anfängliche Scheu vor den Platzherren schien plötzlich verflogen zu sein. Und als Marcel Häcki in der 52. Minute im Anschluss an einen Eckball mit dem Kopf das 2:1-Anschlusstor erzielte, wickelte sich das Geschehen mehrheitlich in der Platzhälfte der Zürcher ab. Red Star tauchte nur noch mit gelegentlichen Entlastungsangriffen vor dem Tor der Zuger auf. Und einer dieser Entlastungsangriffe brach Zug 94 das Genick, als Dimiti in der 75. Minute allein auf Patrick Priant losstürmte und das 3:1 erzielte. Von diesem Zeitpunkt an schalteten und walteten die Zürcher wieder nach Belieben. In der 78. Minute traf Cianelli mit einem herrlichen Hechtkopfball zum 4:1. Wenige Sekunden später enteilte Ndoy der Zuger Abwehr und tauchte allein im Strafraum vor dem Zuger Keeper auf. Patrick Priant warf sich dem Angreifer entgegen und brachte ihn mit den Beinen zu Fall. Er sah dafür die rote Karte und musste vorzeitig unter die Dusche.Trainer Franz Bucher holte Greiler vom Platz und ersetzte Torhüter Priant durch Matthias Staub, der gegen den von Thrier getretenen Foulpenalty zum 5:1 machtlos war. Skumbim Sulejmani erzielte in der 88. Minute zwar noch das 5:2-Schlussresultat, aber das änderte nichts an der Tatsache, dass die Unzulänglichkeiten von Zug 94 schonungslos aufgedeckt worden waren. Trainer Franz Bucher sagte denn auch: «Abgesehen von einigen guten Aktionen nach der Pause, hatten wir Red Star nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen. Der Sieg der Zürcher ist auch in diesem Ausmass hoch verdient. Noch mehr als die Niederlage schmerzt mich der Platzverweis von Torhüter Patrick Priant. Ich weiss nicht, wer ihn ebenbürtig ersetzen soll.»
Red Star ZH – Zug 94 5:2 (1:0). – Allmend Brunau. – 200 Zuschauer. – Schiedsrichter Jenzer. – Tore: 5. Dimita 1:0. 48. Ndoy 2:0. 52. Häcki 2:1. 75. Dimita 3:1. 78. Cianelli 4:1. 80. Thrier (Foulpenalty) 5:1. 88. Sulejmani 5:2. – Red Star ZH: Gasser; Stutz, Hotnjani, Forte, Spoljarec; Winter, Thrier, Mastroberardino (78. Krapf), Ndoy (79. Kovacek); Dimita, Murati (71. Cianelli). – Zug 94: Priant; Nussbaumer, Gagliardi, Häcki, Schillig; Greiler (78. Staub), Salatic, Zahnd (46. Waser), Fernandez (85. Lapcevic); Sulejmani, Da Silva. – Bemerkungen: Red Star ZH ohne Haas, Will, Oswald (alle verletzt), Reiffer (gesperrt). Zug 94 ohne Jevremovic (Militär), Gülec und Heinzer (noch nicht spielberechtigt), Mollo (Ferien). 65. Pfostenschuss Murati, 87. Lattenschuss Kovacek. Verwarnungen: 33. Gagliardi, 68. Winter, 73. Mastroberardino (alle Foul). Platzverweis: 78. Priant (Notbremsefoul).
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